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Gewöhnliches Schilf

(Phragmites australis)

VII — IX Home Gewässer, Röhrichte, nasse Wiesen
100 — 300 cm indigen LC
Phragmites australis
Synonyme: Arundo australis, Phragmites communis. Hemokryptophyt-Geophyt, coll-mont. Das Rispengras bildet oft meterlange Ausläufer. Anstelle des Blatthäutchens befindet sich ein Haarkranz. Zur Reife ragen lange, weiße Haare aus der Ährchenachse (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Phragmites australis
 
 
Phragmites australis
 
 
Phragmites australis
Aufnahmen: 18.06.2016 Purbach
 
Phragmites australis
Hier im Brackwasserbereich an einer Quellmündung ins Meer. In Istrien besiedelt die salztolerante Art an geeigneten Plätzen oft große Flächen (Lit).
 
Phragmites australis
Aufnahmen: 08.08.2016 Uvala Blaz
 
Phragmites australis
 
Phragmites australis
 
Phragmites australis
Anstelle des Blatthäutchens befindet sich ein Haarkranz. Aufnahmen: 23.07.2007 Hasenufer bei Pucking
 
Schilf im Herbst
 
 
Fruchtstand
Zur Reife ragen lange, weiße Haare aus der Ährchenachse. Aufnahmen: 29.10.2023 Raško polje
 
Ausläufer
Das Schilf bildet lange ober- und unterirdische Ausläufer. Aufnahme: 07.09.2024 Fontanigge

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"59. Ph. communis. Trin. (Arundo phragmites L. sp. Gemeines Sch.)
Wurzelstock walzlich, kriechend, oft fingerdicke Ausläufer treibend; Halme steif aufrecht, oft bis 12' hoch, unterhalb glatt, sehr dick, oberhalb rauh; Blätter flach, lineallanzettlich, in eine sehr feine Spitze allmählig verschmälert, starr, sehr scharf, sammt den Blattscheiden kahl, meergrün, Blatthäutchen sehr klein, zerschlitzt gewimpert; Rispe ansehnlich, 0,5—1' lang, mit der Spitze schlaff überhängend und fast nur aus violettbraunen oder rostfarbigen Haaren zu bestehen scheinend, welche vom Winde bewegt silberig schillern; Aehrchen 4 — 6blüthig; Klappen lanzettpfriemlich, die obere 2mal länger als die untere, Aehrchenspindel an den Gelenken mit Haarbüscheln silberig seidener, sich verlängernder Haare besetzt, nur das unterste Gelenk zur Aufnahme der männlichen Blüthe ist kahl; Haare so lang als die Spelzen, untere
Spelze 3mal länger als die obere in eine lange Spitze pfriemlich auslaufend. Unter unseren wild wachsenden Gräsern das grösste, häufig zu Stuccatur- und Flechtarbeiten benützt.
Aug. — Sept.


An Flussufern, Teichrändern, seichten Stellen, grösseren Seen meist im Wasser, auf mergeligem, thonigen, grussigkiesigen Boden. Am üppigsten an der Donau. Auch auf Torf einiger Hochmoore. Um Linz zunächst an der Urfahrteichwiese, an Lachen am Sailergütel, in Donauauen weites Röhricht bildend. Eine sehr schmächtige Form mit röthlichgelber Rispe im Teiche zu Wilhering, Auhof unter der gemeinen.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 51), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 27.12.2025

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